• jennytrockel

After Wedding Shooting

Es gibt ein dutzend Möglichkeiten, warum man ein After Wedding Shooting buchen könnte. Entweder hatte das Brautpaar auf der Hochzeit keinen Fotografen, es sind nicht die Bilder entstanden die sich das Paar so sehr gewünscht hat, vielleicht wurde man auch am schönsten Tag vom Regen und Wind verfolgt oder einfach - weil man Lust auf abwechslungsreiche Bilder hat. In diesem Fall konnte ich an der Hochzeit meiner langjährigen Freundin Sophie nicht anwesend sein, weshalb wir aber über ein After Wedding Shooting gesprochen haben. Erstmal könnte man meinen, das ist doch total blöd! Es ist nicht mehr DER Tag, man hat nicht mehr die Frisur und das Make Up, nicht die Location,... Das stimmt auch, absolut. Aber wusstest du, dass so ein nachträgliches Shooting auch richtige Vorteile mit sich bringen kann? Jetzt fragst du dich, welche Vorteile so ein After Wedding Shooting hat? So einige! Denn wir sind flexibel was Zeit und Ort angeht. Auf der Hochzeit ist die Zeit begrenzt, denn auch die Gäste möchten das Brautpaar um sich herum haben, immerhin sind sie deshalb angereist und das oft von sehr weit entfernt. Viele Hochzeiten sind zeitlich gut durchgetaktet, da kann man nicht einfach mal für eine halbe Stunde oder sogar länger Verschwinden. Und erst recht nicht pünktlich zum Sonnenuntergang oder weiter weg als nötig. So können wir uns beim After Wedding so viel Zeit lassen wie wir wollen, die Location wechseln, den Sonnenuntergang mitnehmen und können jegliche Wünsche und Ideen umsetzen. Das klingt doch besser, als man im ersten Moment gedacht hätte, oder? Im Fall von Sophie und Leon gab es am Abend auf der Hochzeit Lichterketten und Wunderkerzen zum ersten Tanz. Und ich muss gestehen, als ich die Bilder und Videos von dem Moment gesehen habe, war ich wirklich traurig. Es sah so wunderschön aus, ich konnte die Stimmung durch diese einfachen Handy Bilder förmlich spüren und wäre zu gerne dabei gewesen - zum einen natürlich als Gast, zum anderen um diese Momente in den schönsten Bildern festzuhalten. Und so entstand unser Plan zum Shooting. Genau diese Momente einmal einzufangen, nur eben nachgestellt und so gestaltet, dass es für Fotos perfekt ist. Ich habe eine passende Location raus gesucht, mir war in dem Fall eine Wiese mit niedrigen Gras und tiefen Bäumen oder Büschen wichtig. Das niedrige Gras, damit das Brautpaar sich gut bewegen kann. Die niedrigen Bäume / Büsche dafür, dass ich die Lichterketten auf der passenden Höhe aufhängen kann. Unser Plan war zum Abend anzufangen, um Abendlicht und Dämmerung mit in die Bilder zu integrieren. Leider ist das Wetter momentan mehr bewölkt und auch wechselhaft mit regen, was auch diesen Abend der Fall war. Aber wir haben gesagt, wir ziehen das trotzdem durch und das war auch eine gute Entscheidung! Während dem Aufbau hat es noch leicht geregnet, doch passend nachdem sich Sophie in ihr Brautkleid ''geschmissen'' hat, hat es aufgehört. Und los ging's. Ich war am Anfang wirklich skeptisch, wie es auf der Kamera aussehen würde, ob die Stimmung so toll rüber kommen würde. Denn wir wissen alle, manchmal ist die Vorstellung ganz toll doch die Umsetzung klappt nicht wie gewünscht, grade wenn man etwas Neues ausprobiert - wie hier mit den gezielt gesetzten Lichterketten, ohne weitere Lichtquellen. Doch nach den ersten Bildern schaute ich auf meinen Kamera Display und fing an strahlend zu sagen ''Ihr werdet die Bilder lieben! Das sieht jetzt schon unglaublich aus!'' und ich zeigte die ersten Bilder natürlich direkt, damit auch Sophie und Leon einen Eindruck bekamen - und ja, auch die Beiden fingen an zu strahlen. Denn der Blick hinter der Kamera, zu wissen wie etwas wirkt und aussieht, ist etwas anderes als vor der Kamera zu stehen. Dort fühlt es sich manchmal vielleicht ''komisch'' an, man kann sich gar nicht vorstellen, dass genau DAS gut aussehen kann und ist hinterher selbst erstaunt, dass diese Momente oder Locations besser aussahen, als die Momente oder Locations, wo man dachte ''genau DIE Bilder werden die Favoriten''. Wir haben einige Minuten verschiedene Posen und Winkel geshootet bis ein ebenfalls von mir befreundetes und verheiratetes Pärchen zum Shooting dazu gestoßen ist. Fabienne und Marcele, dessen Hochzeit ich dieses Jahr begleiten durfte. Unser Plan: Unterstützend durch sie Bilder mit Wunderkerzen nachstellen. Insbesondere zum Anzünden sind mehrere Personen durchaus hilfreich, da die Brenndauer auch je Wunderkerze nur ca bei 60 Sekunden lag und wir je Durchlauf circa 10 Stück anzünden wollten. Aber natürlich kamen auch Fabi und Marcel in ihren Hochzeitskleidungen noch für ein paar Bilder vor meine Kamera, wodurch noch einige super coole und lustige Bilder entstanden. Denn: Beide Paare hatten sehr ähnliche Anzüge und Kleider, was auf den Bildern teilweise so wirkt, als wäre das Bild einfach gespiegelt. Diese Momente liebe ich einfach an der Fotografie, es war absolut nicht geplant solche Bilder gemeinsam zu machen und es sind definitiv welche unserer Lieblingsbilder geworden. Unser Shooting dauerte ungefähr 1,5h und die letzte halbe Stunde war es wirklich sehr, sehr dunkel. Nur das Licht der Lichterketten stand uns zur Verfügung und hat absolut ausgereicht! Unglaublich oder? Ich bin total begeistert, ich liebe diese Stimmung. und wie die Dämmerung noch leicht im Hintergrund hängt. Dieses warm-weiße Licht, das tolle Bokeh - was für nicht-Fotografen so viel Bedeutet wie; die Lichtpunkte der Lichterketten die sich in die großen-hellen Kreisen verwandeln und durch dessen unschärfe das Motiv nochmal richtig hervorheben. In den Bildern spiegeln sich so viele Gefühle der beiden Paare wieder und man kann die Liebe und die Verbundenheit einfach spüren. Es war ein wundervoller Abend, mit ganz tollen Menschen und Erinnerungen, die jetzt für Ewig bleiben.


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